Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Die Vulkaneifel

Mittwoch, 09. März 2011

Eine Reise in die Erdgeschichte – das ist ein Urlaub in der Vulkaneifel. So bezeichnet man einen in Rheinland-Pfalz gelegenen Teil der Eifel, der landschaftlich stark von seiner vulkanischen Vergangenheit geprägt ist. Im Gegensatz zu vielen Vermutungen liegt die vulkanische Aktivität bei weitem nicht Jahrmillionen zurück. Im Gegenteil: erdgeschichtlich sind die Eifelvulkane recht jungen Datums. Dazu lassen sich bis heute vulkanische Aktivitäten nachweisen, sichtbar auch in Form von Gasaustritten oder Geysiren.

Der Vulkanismus in der Eifel lief in zwei Phasen ab. In der Hocheifel sind die letzten aktiven Vulkane vor spätestens 15 Millionen Jahren erloschen, während in der Westeifel das Ulmener Maar zum Beispiel erst vor 11.000 Jahren entstanden ist. Bei einem Maar handelt es sich um einen See, der durch den Ausbruch vulkanischer Gase entstand und sich dann mit Wasser füllte. In der Osteifel fand der Vulkanismus vor etwa 13.000 Jahren seinen (vorläufigen) Abschluss mit dem spektakulären Ausbruch des Laarcher-See-Vulkans. Die dann entleerte Magmakammer führte zum Einbruch des Deckgebirges und der Entstehung des Laarcher Sees. Spuren dieses Ausbruchs lassen sich bis an die Ostsee und in Italien nachweisen, welche Auswirkungen der Ausbruch auf die damals dort lebenden Menschen gehabt hat, ist jedoch nicht bekannt. Im Vergleich zu anderen bekannten Groß-Vulkanausbrüchen ist der Ausbruch des Laarcher-See-Vulkans alles anderes als bescheiden, die Auswurfmenge des Vesuv, dessen Ausbruch zur Zerstörung von Pompej führte, übertrifft dieser Eifelvulkan zum Beispiel um das 5-fache.

Als Ursache für den Vulkanismus in der Eifel gilt heute ein sogenannter Plume. Plume sind Ströme von Magma im Erdmantel, die sich an der Grenze zur Erdkruste in größere heiße Zonen aufweiten. Es ist mittlerweile unstrittig, dass sich unter der Eifel eine solche heiße Zonen befindet, die dafür sorgt, dass sich die Eifel Jahr für Jahr um mehrere Millimeter hebt. Ein späterer erneuter Ausbruch eines Eifelvulkans ist daher nicht auszuschließen.

Heute profitiert die Region Vulkaneifel von ihrer Vergangenheit. So sind nicht nur Heilbäder und Kurorte in der Eifel entstanden, sondern die abgelagerten Vulkangesteine bilden auch eine wichtige Grundlage für die Bauindustrie.

Der Nationalpark Eifel feiert seinen fünften Geburtstag

Montag, 22. Juni 2009

Eröffnung des neuen Nationalpark-Infopunkt Einruhr

Zum fünften Geburtstag eröffnete NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg in der Eifel den neuen Nationalpark-Infopunkt Einruhr. Der 110 Quadratkilometer große Nationalpark Eifel, primär geprägt durch Buchen, steht zwar noch am Anfang, ist aber für mehrere Generationen ausgelegt. In ca. 30 Jahren sollen 87% der Waldfläche unter Prozessschutz stehen, also ohne Eingriff der Verwaltung sich selbst überlassen werden. Derzeit sind es bereits 40 Prozent und dabei wurden schon 900 geschützte Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen.

Natur erleben im Nationalpark Eifel

“Natur Natur sein lassen” lautet das Motto des Nationalparks, dabei soll aber auch die Natur für den Menschen erlebbar sein. Um dies zu ermöglichen, wurden bereits zahlreiche Infopunkte geschaffen. Bereits 600.000 Menschen haben diese einzigartige Naturkulisse besucht.

Am 20. Juni wurde nun in Nideggen das fünfte Tor eröffnet. Für 2012 ist dann das Nationalparkzentrum auf der Burg Vogelsang geplant. Beim Nationalpark Eifel wird nicht nur an den Naturschutz gedacht, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen. In den letzten fünf Jahren sind rund 285 neue Arbeitsplätze entstanden. Nicht nur in der Verwaltung des Nationalparks, sondern auch im Tourismus und in der Gastronomie. Denn mit dem Qualitätssiegel Nationalpark-Gastgeber steigt auch die Dienstleistungsqualität. Neben dem einzigartigen Nationalpark und zahlreichen Hotels und Pensionen bietet die Eifel auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen Sommerurlaub mit der Familie und Freunden.