Historische Geologie der Eifel

13. Januar 2011

Wie für die meisten der miteleuropäischen Gebirge war das Variszische Gebirge, das sich vor etwa 400 Millionen Jahren bildete, die Mutter auch der Eifel. Jedoch ist die Eifel, im Gegensatz zu den meisten ihrer Schwestern, noch immer vulkanisch aktiv. Zahlreiche Kohlensäureaustritte zeugen davon. Der Laacher See ist das bekannteste Beispiel für diese Erscheinungen. Während der etwa 11000 Jahre zurück liegenden letzten Ausbrüche entstanden die bekannten Maare in der Eifel.

Das Grundgebirge der Eifel besteht vorrangig aus Schiefer, Quarzit, Kalkstein und Sandstein und ist devonischen Ursprungs. In jenen Zeiten wurden diese Gesteine in einem urzeitlichen Meeresbecken abgelagert. Dort wurde der Abtragungsschutt des Nordkontinents Laurasia eingeschwemmt. Dieses Meeresbecken wurde im Devon und Karbon der variszischen Faltung unterzogen und so entstand ein Gebirge. Seitdem blieb die Eifel fast durchgehend Festland und musste sich wie jedes andere Gebirge den Einflüssen der Erosion aussetzen. Nur für eine kurze Zeit wurde sie noch einmal von einem Meer überflutet. Später begann die Eifel zusammen mit dem Rheinischen Schiefergebirge aufzusteigen. Dadurch frästen sich Flüsse und Bäche in die zuvor leicht wellige Landschaft ein und formten das Gesicht des heutigen Mittelgebirges. Flache Hochebenen und tief eingeschnittene Täler prägen dieses Gesicht.

Vor etwa fünfzig Millionen Jahren begann der Vulkanismus in der Eifel. Zahlreiche die Landschaft bestimmende Vulkanausbauten entstanden. Lavaströme und weitläufige Decken aus Bims und Tuff wurden durch die vulkanischen Auswurfmassen geschaffen. Der Schwerpunkt der Vulkanausbrüche lag in der Hocheifel. Dieser Vulkanismus erlosch vor etwa fünfzehn bis zwanzig Millionen Jahren. Im Gegensatz zum Vulkanismus der Hocheifel ist der Vulkanismus in der Ost- und Westeifel viel jünger. Er begann vor etwa einer Millionen Jahre und war bis in die jüngere geologische Geschichte aktiv. Reste davon sind (siehe weiter oben) noch heute zu beobachten.

Rock am Ring

08. November 2010

Im Jahr 2000 kam meine längjährige gute Freundin Susanne auf die Idee, dass man sich doch mal Rock am Ring antun könnte. Ihre Eltern haben ein Haus in der Eifel, so wäre auch gleich für die Übernachtung gesorgt. Da kann man doch wohl von einer guten Idee sprechen. Klar wurde die Idee von mir aufgegriffen und ich konnte sogar meine Frau davon überzeugen, mit zu kommen.

Die Karten waren schnell besorgt, in diesem Jahr gab es allerdings nur Tickets für alle 3 Tage am Stück. Nun gut, da mussten wir eben in den sauren Apfel beißen und die Kohle hinblättern.
Da der Nürburgring bekanntlich in der Eifel liegt und keine direkte Autobahnanbindung hat, mussten wir uns von der A 61 aus anpirschen. Über kurvige, bergauf – bergab führende Landstraßen gelangten wir an unseren Zielort Mittelbaar. Meine Frau und ich waren die letzten, die am Freitagnachmittag eintrafen. Susanne und die Jungs waren bereits dort. An diesem Tag gingen wir nicht mehr auf das Veranstaltungsgelände, sondern saßen gemütlich im Garten und unterhielten uns.

Am Samstag sollte für uns das Hauptereignis steigen. Die wenigen Kilometer konnten wir günstig mit dem Taxi fahren. Für mich und meine Frau war es das erste Mal, dass wir zu diesem legendären Festival fuhren. Wir hatten natürlich gehört, dass Getränke auf dem Festivalgelände unheimlich teuer waren. Wir waren deshalb um so mehr froh, dass wir zwei Plastikflaschen mit Wein durch die Kontrollen schmuggeln konnten. Kaum angekommen, sahen wir auch gleich den Auftritt der Eurythmics mit den guten alten Songs wie „There must be anAngel“ und anderen. Die gute Annie Lennox war auch schon ein wenig in die Tage gekommen, aber das geht uns ja allen so.

Das Hauptevent war natürlich Carlos Santana mit seiner Band. Seit Jahrzehnten schon bin ich Verehrer dieses Musikers und seiner Musik. Dann trat er auch tatsächlich mit seiner ganzen Band auf. Er spielte hauptsächlich Titel von seinem letztjährigen Album „Supernatural“. Titel wie „Put your lights on“, „Maria, Maria“ oder „Smooth“ dürften so fast jedem bekannt sein. Aber auch einige Klassiker kamen zu ihrem Recht. Bei „Samba Pa Ti“ bekam ich tatsächlich eine Gänsehaut. Der Juniabend war angenehm warm und wir genossen ein Konzert, das ich mein Lebtag nicht vergessen werde.

Anderntags machten wir uns schon am Nachmittag auf die Heimfahrt. Zuvor fragte mich Susannes Mutter noch, ob ich wüsste, welche Pilze das im Moos unter den Bäumen wohl seien. Ich begutachtete den Ort und dachte, mich trifft der Schlag. Da wuchsen doch auf einer Fläche von vielleicht 4 Quadratmetern unzählige Pfifferlinge dicht an dicht. Die mussten vor der Abreise unbedingt noch geerntet werden. Wir machten fette Beute, denn ungefähr 2 kg dieser leckeren Pilze findet man wohl nicht ein zweites mal in solch kurzer Zeit.